Nein zum Nachtragskredit.
Ja zur Halle.
Wir wollen die Mehrzweckhalle Oberhofen erhalten und sanieren – zu einem Preis, über den die Bevölkerung entschieden hat.
Wir wollen die Mehrzweckhalle Oberhofen erhalten und sanieren – zu einem Preis, über den die Bevölkerung entschieden hat.
Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Münchwilen haben am 24. November 2024 einen Baukredit von 9,4 Millionen Franken für die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle Oberhofen bewilligt. Heute liegt eine Kostenschätzung über 12,0 Millionen vor. Verlangt wird ein Nachtragskredit von 2,6 Millionen Franken.
Das Vorprojekt 2023.1 rechnete aus feuerpolizeilichen Gründen mit höchstens 300 Personen; dazu lag ein Brandschutzgutachten vor. Das neue Vorprojekt geht von 480 Personen aus. Allein diese Änderung kostet 320 000 Franken. Über sie hat nie jemand abgestimmt.
Botschaft, Kostenblock «Präzisierung Bestellung»
590 400 Franken zusätzliche Planer- und Spezialistenhonorare, 291 900 Franken für Entschädigungen, Bauherrenvertretung und Fördergelder. Das ist kein Beton, kein Fenster und kein Quadratmeter Halle.
Botschaft, Positionen Honorare Fachplaner, Honorare Spezialisten, Entschädigungen
Der Baukredit von 9,4 Millionen bleibt bewilligt. Die Planung liegt vor. Verlangt wird eine redimensionierte Vorlage, die sich an dem hält, was das Volk beschlossen hat.
Die Halle ist sanierungsbedürftig. Das bestreitet niemand, wir am wenigsten. Sanitäre Anlagen, Haustechnik und Gebäudehülle stammen im Kern aus den Vierzigerjahren. Ebenso unbestritten: Ein Teil der Mehrkosten ist gesetzlich vorgegeben und nicht verhandelbar – Energiegesetz, Erdbebensicherheit, Brandschutz, Behindertengleichstellung. Das sind rund 1,1 Millionen Franken von 2,6.
Sie stammen aus einer erweiterten Bestellung, aus Honoraren und aus Annahmen, die zu tief angesetzt waren. Darüber lässt sich verhandeln – und darüber hätte vor dem Baukredit gesprochen werden müssen.



Schulanteil des Nachtragskredits: 1 820 000 Franken
Gemeindeanteil des Nachtragskredits: 780 000 Franken
Es sind zwei getrennte Vorlagen. Wer nur einen Zettel ausfüllt, gibt nur die halbe Stimme ab.
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Die fachliche Einschätzung
«Die nun präsentierte Kostensteigerung von 2,6 Millionen Franken (oder 28% gegenüber dem Projekt 2024) begründet sich weitgehend auf einer ungenügenden und teilweise falschen Analyse und Diagnose der Bausubstanz der denkmalgeschützten Turnhalle.»
Prof. Eugen Brühwiler, Dr. dipl. Bauingenieur ETH/SIA, emeritierter Professor für Bauwerkserhaltung an der ETH Lausanne, Bundesexperte Denkmalpflege, in seinem Schreiben an die Schulpräsidentin vom 19. Mai 2026
Unsere Kritik beruht nicht auf einer Meinung, sondern auf einer vollständig ausgearbeiteten Planung: Grundrisse aller Geschosse, Ansichten, Querschnitt, kubische Berechnung nach SIA 116 und Kostenschätzung. Das Vorprojekt 2023.1 ist die Grundlage, auf der das Volk 2024 entschieden hat.



Nein. Wir wollen die Halle erhalten und sanieren. Wir wehren uns gegen einen Nachtragskredit, der die Kosten um 28 Prozent über den bewilligten Betrag hebt.
Nein. Ein Abbruch steht für uns nicht zur Debatte. Die kantonale Denkmalpflege hat eine Entlassung aus dem Schutz im Mai 2026 ohnehin abschlägig beantwortet.
Der Baukredit von 9,4 Millionen bleibt bewilligt, die Unterhaltspflicht besteht unabhängig vom Ausgang. Wir verlangen eine überarbeitete, redimensionierte Vorlage. Unser Fahrplan